Manipuliert die BVG ihre Automaten???

Ein weiteres Mal, dass ich von den Öffentlichen Verkehrsbetrieben in Berlin außer mir vor Wut bin. Normalerweise sind Gründe dafür Dinge, wie ausgefallene Züge, oder stinkende Mitfahrer, also Dinge die passieren, ohne dass die BGV oder die S-Bahn Berlin tatsächlich verantwortlich dafür ist. Aber diese heutige Aktion ist allein deren Verschulden und meines Erachtens nach unglaublich unverschämt!

Heute fuhr ich mit der Tram M6 aus Marzahn Richtung Reinickendorf. Ich zog mir aus dem Automaten ein Ticket zum Regeltarif für 2.80 €, schaute noch, ob ich dieses entwerten muss, was bei den Tickets aus den Tram-Automaten nicht notwendig ist und nahm Platz, um meine Fahrt gemütlich anzutreten.

Am S-Bahnhof Landsberger Allee musste ich in die S-Bahn umsteigen. Dies tat ich auch und mit mir zusammen Kontrolleure der S-Bahn Berlin. Ich dachte mir nichts dabei, denn ich hatte ja ein gültiges Ticket.

Dieses reichte ich dem Kontrolleur, woraufhin er mir dann zeigte, dass dieses ungültig ist. Ich hätte ein sogenanntes “Nuller-Ticket” erwischt (die haben einen Namen für diesen Scheiss, sprich, es ist nicht das erste und letzte Mal, dass so etwas passiert). Ich erklärte, dass ich das Ticket eben gerade aus dem Automaten der BVG GEKAUFT!!! habe. Ich habe Geld dafür ausgegeben und habe mich darauf verlassen, dass ich dieser Transportmittel-Organisation soweit vertrauen darf, dass sie mir doch ein gültiges Ticket verkauft! Kann ich scheinbar nicht!!!

Ich sollte mich nun ausweisen und ich versuchte in Erfahrung zu bringen, was denn der Grund dafür sei? Wenn dieses Problem der BVG ein gängiges ist, dann können sie mir doch nicht ernsthaft vorwerfen, etwas falsch gemacht zu haben. In jedem anderen Fall wäre es für mich vielleicht noch halbwegs nachvollziehbar. Aber hier fühle ich mich verarscht. Ein anderes Wort habe ich dafür nicht!

Ich habe mich geweigert mich auszuweisen und sagte, sie sollen die Polizei rufen. Direkt wurde versucht mich mit der Androhung von einer Anzeige einzuschüchtern. Drei weitere Kontrolleure kamen hinzu, versuchten mir einzureden, dass es “besser” wäre deren Aufforderungen Folge zu leisten, was ich natürlich unbeachtet ließ.

Knapp 20 Minuten später kamen zwei Polizisten an. Der erste Kontrolleur lief denen schon entgegen, was unverschämt war, da er die Situation nicht im Alleingang erläutern kann. Ich habe um die Ankunft der Polizei gebeten und somit habe ich auch das Vorrecht mit dieser zu sprechen. Die Polizisten fragten nach dem Grund des Hinzurufens der Polizei. Die Kontrolleure gaben als Grund mein Verweigern des Ausweisens an, ich sagte, dass ich keinen Grund dafür sehe, da ich mir ein Ticket gekauft habe und davon ausgegangen bin, dass ich somit die Öffentlichen Verkehrsmittel nutzen kann. Man konnte den Polizisten ansehen, dass sie mindestens genauso verwirrt waren über die Sachlage, wie ich selbst. Mehrmals fragte der Polizist die Kontrolleure wie es zustande kommt, dass BVG-Automaten solche Fahrscheine rausgeben, was einfach nicht beantwortet werden konnte, oder wollte!

Dem Polizisten reichte ich meinen Ausweis, als er mich darum für das Schreiben eines Protokolls bat. Ich fragte, ob mir in diesem Fall tatsächlich auch noch eine Anzeige drohe. Was er lächelnd verneinte. Er sagte, er sähe keinen Straftatbestand und die ganze Aktion sei eigentlich absurd. Aber ich solle vorsichtshalber das Ticket abfotografieren (was ich noch vor ihrer Ankunft erledigt habe) und am besten direkt zu einem Anwalt damit gehen, da die BVG versuchen wird ihre lächerliche Aktion durchzudrehen. Ein guter Tipp! Ich fühlte mich gut von den Polizisten beraten und in meinem Recht vertreten.

Ich finde, dass diese ganze Debatte um die Öffentlichen Verkehrsbetriebe längst überfällig ist. Es sollte weder eine Angelegenheit für die Polizei sein, noch sollte es in solchen Fällen, wie meinem als “Erschleichen von Leistungen” gewertet werden. Es gibt sicher unzählige Fälle, wie diesen. Mir tun die Menschen leid, die ehrlich waren und trotzdem ihre Zeit, ihr Geld und ihre Nerven für die Klärung dieser wirklich “dummen” Angelegenheiten opfern müssen. Und ich bin mir fast sicher, dass nicht jeder über seine Rechte informiert ist, wie ich. Diese Menschen werden im Endeffekt eine meiner Meinung nach hohe Geldstrafe zahlen müssen, für etwas was sie nicht zu verschulden haben!

Fahrt vorsichtig! Schaut euch die Tickets vor Fahrtantritt an. Selbst dann, wenn ihr diese aus vertrauenserweckenden Automaten dieser “******”-Vereine zieht!

Auf dem Foto ist das Ticket zusehen, welches mir nun meine Zeit, mein Geld und meine Nerven raubt! Am liebsten würde ich noch eines der Kontrolleure reinstellen, die freiwillig diesen *****-Job ausüben und dabei die hinterlistigen Aktionen der Öffentlichen Verkehrsbetriebe vertreten, leider ist das verboten!

Teilt und Liked das, Bitte! Damit so viele Menschen wie möglich nicht in die Situation geraten, sich von der BVG und S-Bahn Berlin verarschen zu lassen!

Update: Diesen Text habe ich versucht in der Facebook-Gruppe der BVG in die Kommentare zu schreiben, der wurde als Spam wieder gelöscht und so geschieht es mit allen Kommentaren, die ich dort schreibe 🙂 Nur ein Beweis dafür, dass die BVG nicht in der Lage ist adäquat auf Kritik zu reagieren! #weilwirdichlieben ist einfach nur heuchlerisch!

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„Die kleine Fabel“ – Aus der Sicht der Katze

Franz Kafka – Kleine Fabel (1931)

„Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, dass ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.“ — „Du musst nur die Laufrichtung ändern“ – sagte die Katze und fraß sie.

 

Julia Der – Die kleine Fabel aus der Sicht der Katze (2018)

Ich habe heute geträumt, ich sei eine Katze, die wie typisch für dieses königliche Tier Ausschau hielt nach ihrem täglichen Fressen. Von Weitem schon spürte ich den angsterfüllten Duft der Maus, welche wild und ziellos umherrante, ohne zu wissen wofür.

Sie sah mich nicht, aber immer wieder rief ich ihr zu, sie soll die Richtung ändern.

Ich wollte sie natürlich zu mir locken, aber sie schien nicht zu verstehen, woher meine Stimme sie erreichte und sie vertraute mir aus einem unerfindlichen Grund. Ich machte mir einen Spaß daraus, sie mal in die eine Ecke zu schicken, um sie dann wieder zurück laufen und dann wieder in die nächste Ecke rennen zu lassen.

Aber so ist das mit Mäusen…keine eigenen Meinung…und so leicht zu manipulieren.

Dann geschah es aber doch. Sie erkannte aus welchem Teil des Ortes ich zu ihr sprach und rannte in diese Richtung. Die Wände kamen immer näher auf sie zu. Und das machte ihr auch wieder Angst. Die weite Welt macht ihnen Angst und begrenztes Leben auch. Eingeschränkten Mäusen kann man es eben nicht recht machen.

Ich fühlte mich so mächtig im Traum. Vor allem als die Maus endlich erblickte von wem die Stimme stammt.

Schnell sagte ich noch zu ihr, dass sie nur die Laufrichtung hätte ändern müssen und fraß sie auf.

Mein letzter Gedanke war noch, dass solche Mäuse auch nichts anderes verdient hätten, denn wer ohne eigenen Willen und ohne eigene Meinung durchs Leben geht, wird eben von anderen gelenkt. Und meist in eine Falle…

 

Der Bösewicht des Intellekts – oder, wie das Internet dumm macht!

 

 

Vor knapp 20 Jahren hat sich neben Fernseher, Bücher und Zeitungen das Internet gestellt. Und nimmt langsam aber sicher den Großteil unserer Zeit und Intelligenz.

Wie der Rattenfänger bespielt uns das Internet mit seiner Melodie von Schein und Wissen. Tatsächlich aber, macht es uns intelligent arm.

Eigentlich müsste man Crashkurse zum richtigen Benutzen des Internets einführen. Das wäre das Mindeste. Aber die Lage lohnt sich für Staat und Regierung. Halte den Bürger dumm, so ist es der perfekte Konsument. In diesem Fall Konsument von falscher und hinterlistiger Information.

Aber wir wollen nicht immer nur auf der Politik rumhacken. Die Zeit öffnet Tür und Tor zu Wissen und Weisheit, und wir nehmen einen Umweg. Das Problem mit dem Internet ist, dass es scheinbar ein Mitsprache- und Mitbestimmungsrecht gibt, aber tatsächlich wird nur wiedergekäut, oder noch schlimmer, gelogen.

Das, was wir im Internet zu lesen bekommen, ist meist kein Fachwissen. Bei Wikipedia darfst du die Artikel teilweise selbstständig überarbeiten, Google kannst du bezahlen, damit deine Information auf Platz 1 des Rankings steht und sonst verfasst im Internet jeder, der meint etwas zu sagen zu haben.

Aber zu sagen, das Internet fördere Schwarmintelligenz, sowie Ingeborg Breuer in ihrem Artikel “Schwarmintelligenz für die WELT verfasst, ist einfach absurd. Schwarm: Ja. Intelligenz: Nein.

Der Mensch ist eben ein Rudeltier, das kommunizieren muss, um zu leben und zu überleben. Das Internet jedoch hindert eher daran. Denn es macht uns anonym. Das heißt, man kann noch so viele Gegenargumente als möglicher Spezialist vorbringen, ein überzeugter Extremist, Verschwörungstheoretiker oder einfach Fanatiker, egal welchen Themenbereiches, überbrüllt dich mithilfe von Caps-Lock ohne mit der Wimper zu zucken, und bleibt auch seiner eigenen Meinung standhaft treu. Denn niemand weiß, wo er sich befindet, wer er ist und wie man ihn zur Rechenschaft pflichtig machen soll, wenn er den noch so größten Mist erzählt.

Und was noch tragischer ist, er wird Anhänger finden. Denn das Internet ist global und nahezu jeder hat Zugang zu ihm. Und es finden sich ganz sicher 5 Personen, die mit irgendeiner daherinterpretierten Thematik mitgehen können. Diese unterstützen ihn dann. So entsteht der Schwarm. Es sind laut Jens Krause (ein Irgendwer, der irgendetwas scheinbar Wichtiges schreibt) tatsächlich nur 5 Personen nötig, um diesen Schwarm herzustellen. Traurig, aber wahr.

 

Alexandra Borchardt behauptet in ihrem Kommentar zum Thema “Demokratie im Netz: So ein Schwarm kann sehr dumm sein” in der süddeutschen Zeitung zwar, dass die neuherausgebildete Klassengesellschaft, aus Netzaffinen, vorwiegend männlichen, gebildeten Technikinteressierten besteht, aber wirft ihnen in der Überschrift trotzdem vor “dumm” zu sein”. Ich kann mit ihrer Behauptung nicht mitgehen, denn unter den Kommentierenden eines Artikel, sei es vom “Spiegel”, “Stern” oder sogar der “Zeit” finden sich immer wieder Aussagen von Menschen, denen ich jegliche Intelligenz oder Affinität abschreiben würde.

 

Auch gab es vor einiger Zeit einen Artikel des Spiegel online zum Thema “Deutsche Jugendliche können Werbung nicht von News unterscheiden”. Das ist nachvollziehbar. Wie auch, wenn selbst der Spiegel regelmäßig bento-artikel postet? Diese haben rein gar nichts mit qualitativem Journalismus zu tun. Schlagzeilen wie “ein sauberer Ofen in nur 5 Minuten”,”wie werde ich attraktiv für ihn/sie?” oder “test: wie hoch wäre dein IQ, wenn du dich aus dem Fenster fallen lässt”. Da, wo das herkommt, gibt es noch viel mehr!

Und da wären wir wieder beim Thema Crashkurs. Wie kann man von völligen Laien erwarten,dass sie einwandfrei mit einer Technik klarkommen,von der noch keiner weiß, wie sie tatsächlich funktioniert und welche Auswirkungen sie noch haben kann?

Eben,es ist unmöglich. Aber es wird erwartet. Nun könnte man lang und breit über den Sinn von letzteren Worten Frau Merkels debattieren. Sie hat sich ja zu einer wenigstens teilweisen Kontrolle des Internets ausgesprochen. Vielleicht kann man das auch als einen Weg ansehen. Jedoch nicht, wenn man Bürger oder Kanzlerin der BRD ist. Für diesen Ort sollte man sich schon bemühen einen zeitgemäßen Ausweg zu finden. Und vor allem einen,der der Staatsform entspricht. Schließlich ist Angela Merkel nicht mit Kim Jong In zu vergleichen. Zumindest hofft man das.

Art Stalker – Kunst-Bar-Events

Kartons werden ausgepackt, Cuvées in den Kühlschrank gestellt, Instrumente aus dem Auto geladen. In weniger als einer Stunde findet hier eine geile Rock Soul and Blues Session statt.

Das Art Stalker, im spießigen Bezirk Charlottenburg hat so gar nichts mit den Vorurteilen eigen. Es ist,als wäre man in eine coole Bar in Friedrichshain gebeamt worden. Der Ami, der nachher Frontsänger der Band ist,hat mich schon begrüßt und über die Berliner Kultur ausgefragt. Dabei hat er mindestens zehnmal “will be great” und “oh,awesome” wiederholt.

Langsam finden sich die ersten Gäste ein und wollen bedient werden. Werden sie auch. Apfelschorle! Verlangt eine korpulente Frau, Mitte 40.  Wieso trinkt man bei einem Rockkonzert Apfelschorle? So ein Konzert verbindet man doch mit besoffenen Gästen, die irgendetwas kaputt machen, die headbangen zu irgendeinem ACDC Lied. Aber doch niemanden,der Apfelschorle trinkt. Der Ami säuft Bier. Ein Rollberg, das Hausbier. Es ist ein herbes Tröpfchen mit knapp 6% Alkohol. Der wird abgehen auf der Bühne. Hauptsache keine Apfelschorle!

Die Besitzer, Jenny und Olaf sind voll im Stress. So einen Laden zu führen ist nicht einfach,aber sie lieben es. Alles daran. Selbst die negativen Seiten. Denn aus denen lernt man,wie man es das nächste mal nicht macht. Die beiden sind cool drauf,für jeden Mist zu haben. Jenny schlägt jeden beim Dart. Und wenn mal nicht,dann droht sie allen mit Hausverbot. Olaf tanzt einfach super. Und manchmal, wenn nur noch Stammgäste da sind,dann demonstrieren sie auch ihr Know-how in Sachen Tanzbein schwingen.

Ich sitze an der Bar und genieße die Aussicht auf eine große Auswahl an alkoholischen Getränken. Der Don Julio ist mein Favorit. Aber heute trinke ich Gin.

Zu meinem Gin Sour passt die Reggae Version von “I shot the Sheriff”. Die Band ist großartig. Meine Finger tippen den Takt auf die Bartheke. Anderthalb Stunden waren für ihren Auftritt vorgesehen. Als sie aufhören, sind zweieinhalb um. Es war großartig. Das Art Stalker ist voll mit Menschen, die grundauf verschieden sind und doch zusammen das Wochenende genießen. Und es ist tatsächlich ein Zusammensein, denn hier unterhält sich jeder mit jedem. Jeder prostet seinem Nachbarn zu und sobald jeder besoffen ist, umarmt sich hier auch jeder.

Ich bin hier, weil meine Freundin hier an der Bar arbeitet. Klar hab ich dadurch einen Vorteil. Mal ist es der freie Eintritt, so wie heute. Mal ist es der Jungferntrank eines von ihr neu entwickelten Cocktails. Und ganz oft ist es einfach das Verständnis, dass ich hier gewünscht bin. Nicht nur von meiner Freundin, sondern tatsächlich von allen, die gern in das Art Stalker kommen. Und ist es nicht das, was Menschen sich wünschen? Erwartet zu werden und Freude in den Gesichtern zu sehen, die einen grüßen…

Mehr zu sehen auf www.art-stalker.de

Danke, ich brauch’s nicht mehr…

Am Anfang erwartest du etwas. Sehr lange. Du glaubst, hoffst, schaust nach, ob es nicht schon zwischenzeitlich eingetroffen ist, oder bald eintrifft. Das ist natürlich abhängig davon, worauf du wartest…Und dann, irgendwann… kommt dieses Gefühl und damit der Gedanke “Danke, ich brauch’s nicht mehr”.

Ruhig, stabil und ohne Wut im Bauch. Das Verständnis, dass selbst, wenn es jetzt passieren würde, du es nicht annehmen könntest und dich darüber freuen schon gar nicht. Deswegen, Danke, ich brauch’s nicht mehr. Jetzt. Ganz einfach. Nach allem, was war…Nein!
Und nein, das sind keine Launen, keine Manipulationen. Und auch keine Methode, das eigene Selbstwertgefühl empor zu heben. Einfach – Nein! Es ist auch völlig unwichtig, wer was, endlich, verstanden und realisiert hat und nun bereit ist. Das hätte früher kommen müssen. Früher…

Züge fahren weiter, Flugzeuge fliegen weg. Menschen hören auf zu warten. Echt? Ja, ganz einfach!

Und man sollte nicht mit Umständen kommen. Man versteht diese, nimmt diese hin. Aber man braucht es jetzt nicht mehr.

Man schaut dann nur sporadisch auf dieses nicht fassbare Etwas, nur kurz, mit einem Auge und fragt sich vielleicht: Macht es nicht Angst? Seinen Traum jetzt und hier zu beerdigen?

 

Nein! Es macht keine Angst. Es sollte zumindest keine Angst machen. Denn ein Traum, der viel zu lange auf sich warten lässt, ist eine Beleidigung für einen Traum und kein Traum. Aus ihm verschwindet jegliche Energie und Begierde. Aus diesem Grund ist es besser einen Traum, oder Wunsch – man kann es nennen, wie man will – ziehen zu lassen, wenn sich die Wartezeit auf das Wahrwerden dieses Traumes ins Unermessliche zieht.

 

Ich würde gern einige Menschen fragen, mich eingeschlossen, warum sie glauben, dass man auf sie wartet? So viel Zeit und so viele Male. Woher kommt diese Sicherheit, dass man es wert ist? Dass diese Zeit, die man mit uns verbringt, so abgöttisch traumhaft ist, dass man sie nicht mit irgendetwas anderem füllen kann?

Lasst Menschen nicht warten. Es ist nicht allzu angenehm als Antwort ein: “Nein, Danke, ich brauch’s nicht mehr” zu erhalten.

 



Es ist nicht immer alles logisch…

Seit lächerlichen 3 Tagen bin ich wieder in Berlin und ich möchte jetzt schon wieder weg!

Das Wetter ist drückend, die Fassaden schmutzig und grau und die Menschen traurig und unfreundlich. 
An meinem ersten Tag nach dem Urlaub saß ich in der U-Bahn und schwelgte in Urlaubserinnerungen. Ich nahm die Menschen um mich herum gar nicht wahr. Völlig in mich gekehrt, lächelte ich. Dann kam in mir die Frage auf,warum in Europa so wenig gelächelt wird und in asiatischen Ländern so viel, aber vor allem gern??
Meine Laune verschlechterte sich noch während dieses Gedankens. Ich schaute durch die Reihen. Sie sitzen und glotzen in ihren neuen Götzen: das Smartphone! 

Einige wenige lesen, die meisten aus dem E-Book, aber ein ganz kleiner Teil auch aus herkömmlichen Büchern. Wie schön!
Ich sah mich weiter um, es ist früh am Morgen, dementsprechend schlafen ein Mädchen,das in der Pubertät zu sein scheint und ein Junge, der ungefähr die 3 Klasse besucht. Die Armen…

Verstehe dieses System sowieso nicht. Warum kann man die Schule und Arbeit nicht etwas später anfangen lassen? Wieso muss man die Menschen quälen?
 Dann schaue ich weiter durch die Reihen und mein Blick trifft auf den ein Frau. Und ich sehe,dass sie lächelt. Meine Laune bessert sich in Sekundenschnelle. 
Ab hier bin ich überzeugt,dass mindestens 50% von uns selbst abhängig sind. Wenn wir den Menschen nicht zulachen,dann brauchen wir nicht darauf zu warten,dass uns zugelächelt wird. 
Jetzt packe ich seelenruhig mein gebundenes Buch heraus und beginne zu lesen…

Alles hat ein Ende…

Meine Reise neigt sich dem Ende. In 2 Stunden fliege ich für meine letzten zwei Tage nach Bangkok.

Dort lege ich mich abwechselnd an und in den Pool des Hotels und genieße die paar Stunden bei einem Bierchen und dem köstlichsten Phad Thai in Bangkok.

Wenn ich die kompletten drei Wochen Revue passieren lassen,dann bin ich doch sehr zufrieden. Ich hatte Spaß,ich hatte einige lehrreiche Momente und ich habe Menschen getroffen. So stelle ich mir Reisen in fremde Länder und Kulturen vor. 

Ich konnte mich ein weiteres Mal davon überzeugen,dass ich Thailand liebe. Und zwar so sehr,dass ich weiterhin mit dem Gedanken spiele hierher zu ziehen. 

Ich habe ein Land gesehen,welches immer noch in veralteten Spiralen lebt und den Kommunismus nicht ablegen will. Oder kann. 

Außerdem hatte ich einen kurzen Einblick in das Leben der Saudis in Abu Dhabi. Durfte einen Nikab tragen und die Scheich Zayed Grand Mosque betrachten. 
Auf die negativen Seiten will ich gar nicht eingehen. Es gab so wenig von ihnen. Und dann sind sie auch gar nicht der Rede wert. Es wäre nur der Ausguss eines verwöhnten europäischen Mädchens,das daran gewöhnt ist,alles auf dem Silbertablett gereicht zu bekommen. Und so will ich mich nicht zeigen 😉 
Ich verabschiede mich für die kommenden Tage. Ich verstehe gar nicht,wie ich es geschafft habe, praktisch täglich während des Urlaubs zu schreiben. Aber ich hoffe euch hat es Spaß gemacht,mich auf meiner schönen erlebnisreichen Reise zu begleiten 🙂
Ich beehre euch bald wider,dann aber vorerst mit Geschichten aus dem verregneten Berlin!